„Kirchen – Leuchttürme in der Mitte unseres Lebensraums“

Umnutzungen

„Kirchen sind eine Heimat für alle Seelen, Raum zum Einkehren bei sich selbst, zum Ankommen bei Gott und zum Aufmerken auf den Nächsten.“ So beschreibt der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber die Aufgabe von Kirchen.

Fenster zum Himmel: Bischof Wolfgang Huber.

Die Kirchen müssten verteidigt werden, sie hätten eine solch zentrale Bedeutung wie die Heiligung des Feiertags und der Religionsunterricht als reguläres Schulfach, erklärte Huber in seinem Vortrag beim Evangelischen Kirchbautag in Stuttgart 2005.

Zwar kenne der evangelische Glaube keine geweihten Räume im Sinn einer Absonderung von der Welt, „sehr wohl aber gewidmete und gewürdigte Räume“. Gewidmet dem Gottesdienst der Gemeinde. Gewürdigt durch das Wort Gottes, das dort gepredigt wird, durch die Gebete, die dort gesprochen, die Tränen, die dort geweint, und den Trost, der dort gespendet wird.

Huber nannte Kirchen „Leuchttürme in der Mitte unseres Lebensraums“. Sie seien auch „Fenster zum Himmel“ und „Türen zur Barmherzigkeit“.

In seinem Vortrag „Kirche als Zeichen in der Zeit“ forderte der Ratsvorsitzende dazu auf, die Kirchen als Kernräume des gemeindlichen Lebens wieder zu entdecken. Gemeinden sollten im Zweifel auch die Gemeindearbeit in die Kirchen hineinverlegen. Und: Der Erhalt der Kirchen müssen auch öffentliches Anliegen sein.